Hakon's Lied aus Walter Scott's Seeräuber

J. Netzer

Leb' wohl denn, Northmäven,

Grau Hillswick, leb' wohl!

Ihr ruhigen Häfen,

Ihr Stürme lebt wohl!

Ihr Lüftchen, die wehen

Am Ufer umher;

Du Mary -- wir sehen

Uns doch nimmermehr.

Lebt wohl, wilde Wogen,

Die Hacon bezwang,

Wann der Seeschaum in Bogen

Zum Fels hinansprang --

Auf den Wellen da drüben

Ruht, Mary, dein Blick;

Das Schiff deines Lieben

Kehrt nimmer zurück.

Deine Schwüre verklingen

Im Wogenstrom dort;

Mag das Meerweib sie singen

Auf felsigem Bord.

So lieblich auch immer

Ihr Klang sonst bethört,

Gibt's Einen, der nimmer

D'rauf achtet und hört.

Wär' ein Eiland zu schauen,

So öd' es auch liegt,

Wo Schmeicheln der Frauen

Den Mann nicht betrügt;

Wie lockt es den schwachen,

Den sterblichen Sinn;

Schnell schifft' ich im Nachen

Der Hoffnung dahin!