Mondnacht

J. Pache

Markt und Straßen steh'n verlassen,

und kein Laut die Stille bricht;

in die engen, hohen Gassen

wirft der Mond sein helles Licht.

Gute Nacht, schlaf' in Ruh'!

Tal und Stadt liegt traumbefangen,

dichter Nebel deckt das Feld,

zarte Silberwölklein hangen

glänzend hoch am Himmelszelt.

Gute Nacht, schlaf' in Ruh'!

Nur am Brunnen rauschend springet

fling der Quell aus grauem Stein,

und in weiter Ferne klinget

ein verhallter Sang darein:

Gute Nacht, schlaf' in Ruh'!