Stille Liebe

J. Pembaur

Fernes Abendrot erblassend

weicht der Dämm'rung fahlem Licht;

kleiner Sterne keusches Flimmern

in das Waldesdunkel bricht.

Tief im stillen Grunde träumend

such' ich nach der Sterne Schein,

sehnend schaue ich ihr Grüßen;

bei den Sternen möcht' ich sein!

Schüchtern regt sich's in den Zweigen,

Liebchen naht mit schnellem Fuß,

und schon brennt mir auf den Lippen

ihrer Liebe Feuerkuss.

In den weichen Armen selig

ruh' ich süß an ihrer Brust;

Sterne, sagt es eurem Himmel:

Da ist meines Himmels Lust!