Du schauest träumend vom Altan
J. Piber
Du schauest träumend vom Altan
Tief in den See zu Deinen Füßen;
Die Nachtigall, um Dich zu grüßen,
Stimmt ihre weichsten Lieder an.
Durchwallend still den Pfad der Nacht,
Prangt hoch der Mond im hellsten Schimmer,
Ausgießend seinen Zauberflimmer
Auf Deiner schlanken Glieder Pracht.
Orangenhain in lauer Luft
Regt leise säuselnd seine Zweige,
Daß als ein Opferbalsam steige
Der Schönsten, Dir, sein schönster Duft!
Du bist die Sehnsucht der Natur,
Dir huld'gen Düfte, Glanz und Töne -
Doch alle sind, o holde Schöne,
Die Boten meiner Liebe nur.