Szene aus "Claudine von Villa Bella"

J. Reichardt

In dem stillen Mondenscheine

Wandl' ich schmachtend und alleine,

Dieses Herz ist liebevoll,

Wie es gern gestehen soll.

Cupido, loser; eigensinniger Knabe,

Du batst mich um Quartier auf einige Stunden.

Wie viele Tag und Nächte bist du mir geblieben,

Und bist nun so herrisch und Meister im Hause geworden.

Hier im stillen Mondenscheine

Ging ich freudig sonst alleine,

Doch halb traurig und halb wild

Folgt mir itzt ein liebes Bild.

Von meinem breiten Lager bin ich vertrieben.

Nun sitz ich an der Erde Nächte gequälet.

Dein Mutter schüret Flamme auf Flamme des Heerdes,

Verbrennet den Vorrat des Winters und senget mich Armen.

Das Klimpern hör ich doch gar zu gerne

Käm sie nur näher, sie steht so ferne

Ich trete näher, ich stand zu ferne.

Nun bin ich näher, nun bin ich da.