Du lockst den Klang
J. Röntgen
Du lockst den Klang
Mit holdem Zwang
Aus leisem Schlaf hervor,
Und Deiner Hand entströmt Gesang
Bezaubernd Herz und Ohr;
Der Klänge Flut schwillt an zum Meer
Und stimmt das Herz bald leicht, bald schwer,
Und tausend Sterne spiegeln klar
In dieser Flut sich wunderbar.
Und aus den Wogen wundermild
Aufsteigt mir manch geliebtes Bild.
So wogst Du in den Tönen fort,
Und aus dem Wohllaut athmet Friede,
Und jeder Ton wird mir zum Wort,
Und Wort und Wort eint sich zum Liede.
So sprang dies Lied aus Deinen Händen,
Um wieder sich zu Dir zu wenden,
Da alles wieder dahin strebt,
Woher es kam, wodurch es lebt.