An den Mond

J. Schäffer

Du, mit Strahlen mich begleitend,

Blick', o Mond, von hier zurück!

Dort, nach mir die Arme breitend,

Traurig steht mein süßes Glück.

Sie beneidet deine Strahlen,

Die mit ihrem Freunde gehn.

Laß sie nicht in stummen Qualen

Ohne Trost am Fenster stehn.

Um des Busens heißes Sehnen

Lege du dein kühles Licht;

Die dem Freund geweihten Thränen

Küss' ihr leis vom Angesicht.

Warum willst an Blumen saugen

In der öden Wiesenau?

Sprich mit ihren sanften Augen,

Rede mit der Ros' im Tau!