Ach weh, bin ich Amor
J. Schein
Ach weh, bin ich Amor,
so hoch gefürcht' zuvor?
Wo sind nun meine Pfeil'?
All meine List und Macht
wird jetzt verspott', verlacht,
dem Raub bin ich zuteil.
Filii, die Schäfrin zart,
Mich hat gebunden hart,
Gemachet ganz wehrlos.
Hinfort es ihr gelingt,
Mich, wie sie will, bezwingt
Durch mein selbsteig'n Geschoß.
Ach, seht ihr Götter all
Denn zu in diesem Fall?
Löst doch auf meine Band'!
Lasst als ein Göttlein mich
Doch nicht so gar im Stich,
Es wär euch all'n ein' Schand'.