Frau Nachtigall mit süßem Schall

J. Schein

Frau Nachtigall

mit süßem Schall

mir bei der Nacht

ein Ständchen macht,

darin die schönste Fili zart

zu tausend Mal'n gepreiset ward.

Ich hört' ihm zu,

hatt' keine Ruh,

der Fili Lieb'

heraus mich trieb.

Kein Schlaf beliebt' den Augen mein,

hört' fleißig zu dem Ständelein.

Ach Filli schön,

tut es so gehn,

dass solche Freud

dein Nam' bereit,

was sollt' denn tun dein Mündelein,

wenn mich's in Lieb' nur küsst allein?