Magdalena

J. Scheu

Und wär' nur ich es, ich allein,

Dem du das Herz gebrochen,

Ich wollt' ja still und ruhig sein,

So leis' sollt' es verpochen,

Gleichwie am Himmel ein Stern verglüht,

Wie eine Blume im Thal verblüht,

Du solltest es nie erfahren, o nein, --

Nie dränge sich zwischen dein Glück hinein,

Daß du mir das Herz gebrochen!

Doch sieh, das ist mein tiefster Schmerz,

Das macht's in den Adern mir kochen,

Daß du ja auch dein eignes Herz

Zugleich mit dem meinen gebrochen.

Wie warst du einst so rein, so gut!

Dein Herz so treu, so frisch dein Blut,

Und leicht und kinderhell dein Sinn!

Ach Arme, das ist ja nun Alles dahin,

Von dir selber zerstört und zerbrochen!