Der Sorgenfreie
J. Schulz
Jung, rüstig und heiter,
Enthüpf' ich ins Feld;
Und immer so weiter,
Hinein in die Welt.
Mit Kümmern und Sorgen
Ist wenig gethan;
Der ist mir geborgen,
Wer hüpfen nur kann.
Die Freuden des Lebens
Sind doch auf der Flucht,
Der sucht sie vergebens
Wer schleichend sie sucht.
Man muß sie erhüpfen,
Sonst sind sie vorbey,
Und eilen und schlüpfen
Ins Eya Popey.
Was soll ich im Sitzen
Mir Weisheit erspähn,
Und husten und schwitzen,
Und kläglich vergehn?
Ich liebe den Frieden
Mit dir und mit mir.
Viel wissen hienieden,
Bringt Zank und Begier.
Sie Laben's ein Wesen,
Und haben's ein Thun,
Und schreiben und lesen,
Und können nicht ruhn.
Sie haschen nach Würde,
Sie greifen nach Geld.
Beschwerliche Bürde,
Die mir nicht gefällt.
Sie bauen sich Schlösser
In luftigen Höhn.
Ich acht' es wohl besser,
Nur sicher zu stehn.
So kann ich mich kehren,
Und breche kein Bein.
Luftspringer in Ehren!
Ich mag es nicht seyn.