Tischlied: Gesund und frohen Muthes

J. Schulz

Recht wild und kecken Muthes,

Genießen wir des Gutes,

Das uns das off'ne Wirthshaus schenkt;

O preißt ihn, Brüder, preiset

Den Gastwirth, der uns speiset.

Und auf Kredit mit Weine tränkt.

Gleich aus des Wuch'rers Hause

Geht's fort zum neuen Schmause,

Der Jud' und der Philister sprießt:

Es knallt und jagd in Triften;

Geschrei ist in den Luften

Und Wein und Punsch und Bischof fließt.

Dann sammeln Schachervölker,

Das sind Studenten-Melker,

Wofür uns kein Gesetz beschirmt;

Sie schneiden edle Halme,

Und unsres Friedens Palme

Wird durch ihr Mahnen oft bestürmt.

Hier ist des Juden Himmel,

Er horcht auf das Getümmel.

Auf Peitschen- und auf Sporenklang;

Nur er kann viel sich sammeln,

Und unser Fleh'n und Stammeln

Giebt ihm in viel Prozenten Dank.

Lobsinget seinen Namen

Wenn ihr sein freundlich Amen

Zu einem Schacher ihm erpreßt;

Ihm, der Studenten borget.

Für reiche Erben sorget.

Und dessen List ihr nie ermeßt.

O hilf doch voll Erbarmen,

Du Langbart, allen Armen,

Wes Landsmannschaft sie immer seyn;

Philister, Wirth und Schneider,

Versagen Speis' und Kleider,

Du mußt dich ihrer Rettung weihn.