Bergreihen

J. Stuckenschmidt

Gar herzlich tut mich erfreuen

die fröhliche Sommerzeit;

all mein Geblüt erneuen

der Mai viel Wollust geit.

Die Lerch' tut sich erschwingen

mit ihrem hellen Schall,

lieblich die Vögel singen,

dazu die Nachtigall.

Der Kuckuck mit seinem Schreien

mach fröhlich jedermann.

Des Abends fröhlich reien

die Maidlein wohl getan;

spazieren zu dem Brunnen

pflegt man zu dieser Zeit,

all' Welt sich freut und wonnen

mit Reisen fern und weit.

Es grünet in dem Walde,

die Bäume blühen frei,

die Röslein auf dem Felde

von Farben mancherlei.

Ein Blümlein steht im Garten,

das heißt: Vergissnitmein;

das edle Kraut Wegwarten

macht guten Augenschein.