Melancholie

J. Vesque von Püttlingen

Meine Seele ist still und in sich gekehrt,

Wie der Wald zur brennenden Mittagszeit,

Wo kein Ruf durch die düsteren Räume dringt,

Und der Baum seine dichtesten Schatten streut.

Wie so hoch, unerreichbar die Sonne flammt!

Wie sie streut in die Wälder den blitzenden Schein,

Da drängtes im Walde sich Ast an Ast,

Und er hüllt sich noch tiefer in Schatten ein.

Wie der Wald zu der brennenden Mittagszeit

Bin ich nun einsam in mich gekehrt, --

So düster, daß nicht meine Ruhe stört

Meine Sonne, so hoch, so unendlich weit!