Schiffers Ausfahrt
J. Vesque von Püttlingen
Seht, Brüder, wie der Tag so mild
durch Nacht und Wolken bricht,
zwar weht ein Nebelschleier sich
um's Felsenufer schauerlich,
uns aber kümmert's nicht.
Zwar thürmen sich die Wellen hoch
wie eine Wasserberg
und schlagen schäumend an das Schiff,
und pfeilschnell fliegt's am Felsenriff
durch spitze Klippen durch.
Doch immer sind wir frohen Muth's
und aller Sorgen frei,
dort über'm blauen Himmelsdom,
da sitzt der Herr, und wehrt dem Strom
und führt uns frtisch vorbei.
Drum sei gedankt und sei gelobt,
du grosser Herr der Welt,
und wie du uns bisher bewahrt,
so schütze uns auf auf uns'rer Fahrt,
dir its's anheim gestellt.
Und gern erhürt der Vater uns,
drum immer keck hinaus!
Nicht so betrüglich ist die Fluth
als Erdenglück und Erdengut
und eitler Lebensbraus,
drum frischen Fahrt, nur keck hinaus!