Stör' nicht den Schlummer des Kindes

J. von Pfeilschifter

Stör' nicht den Schlummer des Kindes,

Heilig ist seine Ruh',

Leise auf Flügeln des Windes

Trug ihm sein Engel sie zu.

Da, wo die Wiege gestanden,

Der seine Seele entschwebt,

Wird noch mit rosigem Banden

An seiner Zukunst gewebt.

Halb nur gehört es der Erde,

Halb noch dem Himmel an,

Noch trat des Lebens Beschwerde

Hindernd nicht auf seine Bahn.

In seinen schlummernden Träumen

Liegt noch das himmlische Glück.

O, aus den seligen Räumen

Ruf' es nicht störend zurück!