Flieg dahin, Lied!
J. Weismann
Flieg dahin, Lied!
Und tröste des Liebsten Sinn.
Wo sie hin zieht,
wo er hin flieht,
da setze dich stille zu ihm.
Sing nicht laut, Lied!
Sing ihm traut, Lied!
Und hab deines Sanges wohl acht,
ob er weint, heiß,
ob er lacht, leis,
ob er dein schon vergessen zur Nacht.
Läßt er dich sein,
armes Lied mein,
und hält dich nicht wert seiner Not,
fliege heim, Lied!
zu mir heim, Lied!
und sag, mein Liebster sei tot.
Fahre wohl, Lied!
Laß du mich nur gehen zur Ruh.
Ist's vorbei, Lied!
Du bist frei, Lied!
Nun flieg einer Glücklichern zu.