Jugendheimat

J. Wetzel

Unbegreiflich fremd und ferne

Blickt die Jugendheimat her,

Ihre Sonnen, ihre Sterne

Leuchten meinem Weg nicht mehr.

Ihre Freuden und Beschwerden

Heute Lied und Sage sind,

Ihre Namen und Gebärden

Kaum noch Blätterspiel im Wind.

Aber hier auf Buches Zeilen

Stehen sie zum Bild gebannt,

Warten treulich und verweilen,

Haben Form und halten Stand.

Und nach leidgetränkten Jahren,

Die so vieles uns zerstört,

Wird der Welt, die wir einst waren,

Sage immer noch gehört.

Ihre Runen werden bleicher,

Ihre Töne fern und zart,

Doch sie hat in zauberreicher

Anmut ewige Gegenwart.