Du willst, daß ich in Worte füge

J. Wilhelmi

Du willst, dass ich in Worte füge,

Was flüchtig ist wie Windeswehn,

Und meiner Seele Athemzüge,

Die leisen, kannst du nicht verstehn?

Doch glaub! Wonne wie die Klage,

Die nur in Geistertönen lallt,

Bleibt eine unverstandne Sage,

Wenn ihr das Herz nicht widerhallt.

Ihr Sinn ist hin, ihr Laut verklungen,

Sobald die Lippe sie erst nennt;

Nicht eignet sich für Menschenzungen,

Was nur der Himmel weiß und kennt.