Die vier Worte

J. Witt

Ich hab' es gesehen, ihr liebliches Bild,

ihr Aug' glänzt wie Sonne im Rosengefild;

wie lächelt der schwellende, purpurne Mund,

wie ist mir im Herzen so heiß und so wund!

O könnt' ich dich drücken hier an meine Brust,

nur einmal genießen die himmlische Lust;

recht selig umschlungen, was innig man liebt,

heißt alles genießen, was Liebe nur gibt.

Und sollt' ich, Geliebte, dich nie wiederseh'n,

so wird doch kein Stürmen dein Bild mir verweh'n,

und wenn dann mein Geist hin zu Geistern entschwebt,

so hab' ich doch selig geliebt und gelebt.

Ach, möcht's dir wohl sagen: Ich hab' dich so gern!

Möcht' alles dir geben; ach, wärst du mein Stern!

Könnt' alles verlieren, mein Leben, für dich!

O sage die Worte: Ich liebe nur dich!