Die Abfahrt des Corsaren
Jan Bedřich Kittl
Wie hinaus, Corsare, teures Leben,
ach fürchtest du nicht Wind, nich Well'!
Laß, oh laß dein kriegerisches Streben,
der Sturm ist rauh, der Blitz ist schnell!
Ach, entreiß dich nicht dem schönen Lande,
wo dir erbluht der Liebe Glück;
denn schiffst du fort von diesem Strande,
so kehrst du nie, ach nie zuruck!
Doch umsonst ist Sturmes wildes Toben,
die Segel blähen hoch sich auf,
und empor im Wellentanz gehoben
flieht weit das Schiff im schnellen Lauf.
Ach, entreiß dich nicht dem schönen Lande,
wo dir erblüht der Liebe Glück;
so tönt es schmerzlich noch vom Strande,
denn nie, ach nie kehrst du zurück!
Der Corsar, er hört der Liebe Klagen
und winkt den letzten Gruß ihr zu,
fort hat das Meer Schiff und Gruß getragen
und mit ihm fliehet Glück und Ruh.
Er blickt noch einmal auf zum Lande,
wo er zerriß der Liebe Glück;
bald brach ihr Herz am öden Strande,
denn nie, ach nie, kehrt er zurück!