Edone

Johann Friedrich Hugo, Freiherr von Dalberg

Dein süßes Bild, Edone,

Schwebt stets vor meinem Blick;

Allein ihn trüben Zähren,

Daß du es selbst nicht bist.

Ich seh' es, wenn der Abend

Mir dämmert, wenn der Mond

Mir glänzt, seh' ich's, und weine,

Daß du es selbst nicht bist.

Bey jenes Thales Blumen,

Die ich ihr lesen will,

Bey jenen Myrtenzweigen,

Die ich ihr flechten will,

Beschwör ich dich, Erscheinung,

Auf, und verwandle dich!

Verwandle dich, Erscheinung,

Und werd' Edone selbst!