Gebet
Jos. Fehnenberger
Herr, den ich tief im Herzen trage, sei du mit mir!
Du Gnadenhort in Glück und Plage, sei du mit mir!
[Im Brand des Sommers, der dem Manne die Wange bräunt,
Wie in der Jugend] Rosenhage sei du mit mir;
Behüte mich am Born der Freude vor Übermuth,
Und wenn ich an mir selbst verzage, sei du mit mir.
[Gieb deinen Geist zu meinem Liede, daß rein es sei,
Und daß kein Wort mich einst verklage, sei du mit mir.]
Dein Segen ist wie Thau den Reben; nichts kann ich selbst,
Doch daß ich kühn das Höchste wage, sei du mit mir,
O du mein Trost, du meine Stärke, mein Sonnenlicht,
Bis an das Ende meiner Tage sei du mit mir!