Auf der Haide saust der Wind

Joseph (Gabriel) Rheinberger

Auf der Heide saust der Wind -

Herzig Kind, herzig Kind -

Willst du, daß trotz Sturm und Graus

In die Nacht ich muß hinaus -

Willst du, daß ich geh'?

Auf der Heid' zu Bergeshöh'

Treibt der Schnee, treibt der Schnee;

Feget Straßen, Schlucht und Teich

Mit den weißen Flügeln gleich.

Willst du, daß ich geh'?

Horch, wie klingt's herauf vom See

Wild und weh, wild und weh!

An den Weiden sitzt die Fei

Und mein Weg geht dort vorbei -

Willst du, daß ich geh'?

Wie ist's hier in deinem Arm

Traut und warm, traut und warm;

Ach, wie oft hab' ich gedacht:

So bei dir nur eine Nacht -

Willst du, daß ich geh'?