Des Jägers Klage

Joseph Schulz-Weida

Das Mühlrad brauset, das Wasser zerstiebt

Zu eitel Blasen und Schaum;

Dich, schöne Müllerin, hab' ich geliebt,

Das war ein seliger Traum.

Nun kehr' ich zurück in den wilden Hag

Zu meinen Hirschen und Reh'n.

Nun will ich auch wieder den ganzen Tag

Den Wald mit der Büchse durchspäh'n.

Doch sieht durch der Wipfel webende Nacht

Der Mond mit silbernem Schein.

Dann blas' ich auf meinem Waldhorn sacht

Und denke im Herzen dein.

Bald kommt auch die stille, die stille Zeit,

Da schlaf' ich im grünen Revier,

Der Wald nur rauschet noch weit und breit,

Und niemand fraget nach mir.