Getreu

K. Eckert

Der Frühling naht, die Rosen glühen,

ich grüßte sie mit frommer Scheu.

Sie lächeln wohl, doch sie verblühen;

o bleibe du mein Herz getreu!

Des schönen Tags vergang'ne Stunden

bringt uns kein Morgen wieder neu.

Ach, was dahin ist, ist entschwunden;

o bleibe du mein Herz getreu!

Entflieht das Lied, das du gesungen,

auf luft'gen Schwingen leicht und frei,

dies eine Wort sei nie verklungen:

O bleibe du mein Herz getreu!