Der Sturm

K. Fetzer

Ich hörte mir Graus

im Dunkel der Nacht

des Sturmes Gebraus,

als trüb ich gewacht.

Ich blickt' in mein Herz,

ich dacht' an die Welt

und fühlte, aus Schmerz

ist beides bestellt.

Mein Leben so arm,

so düster mein Sinn,

mein Lieben so warm,

mein Hoffen dahin.

Wild stürmte mein Blut;

Herz, flieh' deiner Haft!

Es sinkt mir der Mut,

es bricht mir die Kraft!

Da hellt mir ein Stern

die tötende Nacht;

ihm folge ich gern,

der treu mich bewacht.

O Vater, dein Kind,

es dankt dir so heiß!

O führ' es gelind,

dem Sturm nicht zum Preis!