Lass mich wühlen in deinen Locken
K. Gleitz
Laß mich wühlen in deinen Locken,
Laß mich trinken das blaue Licht,
Das mit berauschend wildem Frohlocken
Aus den verschleierten Augen bricht!
Heißer schmieg dich, inniger, fester
In meinen Arm, der dich sehnend umschlingt;
Gib mir die schwellenden, feuchten Lippen,
Deren Kuß wie ein Blitz mich durchdringt!
Gib deinen Atem, gib die Gedanken,
Gib deine Seele, gib alles was dein --
Flammend stürzend zu Boden die Schranken,
Jubelnd verwirrt sich dein und mein --
Lechzend Veratmen, blühendes Sterben --
Lächelnd verlischt der Wangen Rot --
Küsse mich, du mein süßes Verderben,
Gib mir den seligen, jauchzenden Tod!