Nacht I

K. Hessenberg

Mit Dämmerung und Amselschlag

Kommt aus den Tälern her die Nacht.

Die Schwalben ruhn, der lange Tag

Hat auch die Schwalben müd gemacht.

Durchs Fenster mit verhaltenem Klang

Geht meiner Geige müder Strich.

Verstehst du, schöne Nacht, den Sang -

Mein altes Lied, mein Lied an dich?

Ein kühles Rauschen kommt vom Wald,

Daß mir das Herz erschauernd lacht,

Und leis mit freundlicher Gewalt

Besiegt mich Schlummer, Traum und Nacht.