Clerici beati sunt

K. Hunger

Grüß dich, Pfäfflein! Pfäfflein gelt?

Lustig lebt sich's in der Welt.

Brauchst, wenn es beginnt zu tagen,

Nur die Augen aufzuschlagen

Und bist fertig Morgens früh

Mit des Lebens Last und Müh.

Pfiff, Pfaff, Pfäfflein roth und rund,

Clerici beati sunt.

Pfäfflein, strahlend Glaubenslicht,

Vollen Mondes Frohgesicht,

Hast ein Kirchenstück zu schleppen

Ausgetretne Kellertreppen,

Schon hinunter geht es schwer,

Doch hinauf noch dreimal mehr.

Pfiff, Pfaff, Pfäfflein roth und rund,

Clerici beati sunt.

Pfäfflein, macht's der Malvasier

Oder braunes Klosterbier?

Deine Äuglein glühn und glasten,

Hast das Bäuchlein nicht vom Fasten,

Bist kein Freund von Litanei'n,

Bann und Bußen und Kastei'n.

Pfiff, Pfaff, Pfäfflein roth und rund,

Clerici beati sunt.

Pfäfflein, singst am vollen Faß

Gern ein Lied mit deinem Baß,

Bügelst gern mit wackern Mönchen,

Hast auch gern ein muntres Nönnchen,

Und was Jesus Sirach preist,

Macht dich fromm und macht dich feist.

Pfiff, Pfaff, Pfäfflein roth und rund,

Clerici beati sunt.

Pfäfflein, bist dem Spielmann gut,

Der weiß auch, wie Dürsten thut,

Komm hinab in kühlen Schatten,

Daß das Kränzlein an der Platten

In der Sonne dir nicht bleicht,

Selig ist, wer spundwärts schleicht!

Pfiff, Pfaff, Pfäfflein roth und rund,

Clerici beati sunt.