Der Tanz
K. Reissiger
Doppelt reizend sind die Frauen,
wiegt der Tanz sie hin und her,
wunderlieblich anzuschauen
wie ein buntges Blütenmeer.
Dort die edlen Rosenarten,
Tulpen findet hier der Blick;
zwischendurch der grüne Garten
voll Entzücken und Musik.
Kronen reich erblüht und offen,
Knospen voller Blütenmut,
Augen reich an süßem Hoffen,
Herzen fähig tiefer Glut.
All' die Blätter rascheln leise,
und die schönen Kelche glüh'n,
wiegt des Tanzes Zephyrweise
sie auf leichten Melodien,
bis dann, müde des Entschwebens,
jedes Blättchen niedersinkt,
und der heiße Tau des Lebens
auf der schönen Blume blinkt.