Die Blumen

K. Reissiger

Ach, wie der Himmel so tief und so blau,

grünend die Hügel und duftend die Au';

könnt' ich wie Lüfte von Veilchen verweh'n

und in dem Strom des Entückens vergeh'n!

Blumen, o Blumen, was regt sich in euch?

Fühl' ich beinah' doch euch zarten mich gleich.

Himmlischer Balsam entquillt euch mit Lust,

Balsam des Liedes entquillt meiner Brust.

Blumen, o Blumen, so möcht' ich vergeh'n!

Liederduft müsste dem Busen entweh'n,

dann schlösse die Blume sich freundlich und sacht,

duftend verschwebet der Geist in der Nacht.