Die Kost ist rauh und mager

K. Reissiger

Die Kost ist rauh und mager,

Der arme Beutel leer.

Auf meinem harten Lager

Wälz' ich mich hin und her.

Herr, hätt' ich doch zu essen

Von deinem Brod und Fisch!

Hast du mich denn vergessen

An deinem großen Tisch?

Ich will ja gern nicht sorgen

Wie unzufried'ne Leut:

Was werd' ich essen morgen? --

Nur was ich esse heut.

Ein Vöglein hör' ich singen,

Das weiß es auch noch nicht,

Wer ihm wird Futter bringen;

Doch singt es sein Gedicht.

Von einem Baum zum andern

Fliegt es, von Ort zu Ort;

So will ich singend wandern

In Gottes Namen fort.