Gulhinde

K. Reissiger

Nennet nur den Jüngling meiner Liebe!

Ach, es tönt so süß an Herz und Ohr,

Klingt der Name der geheimsten Triebe

Auch aus andern Lippen uns hervor.

Fragt mich immer, wer den Schmuck gegeben,

Der Gulhindens Arm und Brust umschlang;

Assad! ruf' ich unter freud'gem Beben;

Ihm allein gebührt der Freude Dank.

Fragt ihr, Mädchen, nach des Gürtels Steinen,

Nach des Kleides Stoff, dem weichen Shawl,

Alle sie verdank' ich nur dem Einen,

Alle sind sie Gaben seiner Wahl.

Darum schmückt das Mädchen sich so gerne,

Weil der Freund die Zierde dargebracht;

Glänzten wohl so schön des Himmels Sterne,

Wenn nicht Allahs Hauch sie angefacht? --