An den Herbst
K. Rungenhagen
Strophe
Ach! entblättert
Sinkt die Blume,
Und welkt und stirbt!
So sinken die Blüthen
Der kräftigen Jugend,
Sie welken dahin.
Gegenstrophe
Aber erquickt vom ätherischen Thau
Grünet von neuem die blumige Au,
Im Wechsel ist Dauer, und ewig erschafft
Sich der Naturen himmlische Kraft,
Die Blüthe treibt, und die Frucht muß fallen,
Doch währt das unendliche Leben in allen.