Alise

K. Seckendorff

Unter Sträuchen dieser Eichen

Ruh'ich gern,

seh die Wälder, Thäler, Felder

nächst und fern.

Auf der Wiese kommt Alise

Schnell daher,

munter springend, fröhlich singend

kommt sie her.

Schlanke Schöne! O! ich sehne

Mich nach dir!

Welche Blicke! Komm, entzücke,

lächle mir!

Blumen-Düfte, Frühlings-Lüfte

Wehen hier,

hold erschallen Nachtigallen,

singen dir!

Sanfte Triebe erster Liebe,

süße Lust!

Rege Freude, Herzens-Weide

Füllt die Brust.

Voll Verlangen glühn die Wangen,

pocht dies Herz:

Ach! Alise, ach! Versüße

Diesen Schmerz.

Liebe schmachtend, dich nur achtend,

bin ich dein!

Gib, o Liebe! Lieb' um Liebe,

werde mein!