Lej Nair

K. Taubert

Hinter strengem Felsenriegel

Den die Weidenrosen mildern,

Dehnt sich dunkeln Wassers Spiegel,

Wolken, Wald und Berg zu schildern.

Schwarze Bläue, kühle Feuchte

Füllt die Mulde satt, ihr Schweigen

Scheint vom See hinauf zur Leuchte

Frischen Gipfelschnees zu steigen.

Talwärts mit verschlafenem Rieseln

Träge Wasserfäden schleichen,

Über Schlamm und braunen Kieseln

Alte Baumgerippe bleichen.

Arve starrt und Lärche schattet,

Selbst der Wind, noch eben rege,

Zögert jetzt und sucht ermattet,

Wo er sich zur Ruhe lege.