Fremd geh' ich unter den Fremden

K. Weigl

Fremd geh' ich unter Fremden, beladnen Schritts,

und eine Sprache sprech' ich, die keiner versteht,

ein Licht auch trag' ich, das keiner sehen mag,

und seufze nicht, und dennoch! seufze nicht.

Einst war dein Blick: und wies mir den dunkeln Weg;

einst war deine Lippe: und lehrte die Sprache mich;

einst war deiner Seele Flamme: und zündet' das Licht.

O seufze nicht -- mein Herz -- seufze nicht.

Nun aber wank' ich in Irrnis, wie lange schon!

die Sprache, die du gelehrt, ihr lauschtest du kaum!

das Licht, das du entflammt, dir leuchtet es kaum!

ich aber seufze nicht, ich seufze nicht.