Das schlafende Mädchen

Karl August Friedrich Fetzer

Schlummre, schlummre sanft, o Schöne!

Stöhrt sie nicht, der Nachtigallen Töne!

Sterblich ist sie nicht: ach nein!

Eine Göttinn muß sie seyn.

O ich will auf diesen Auen

Gleich ihr einen Altar bauen;

Weihrauch will ich auf ihn streun:

Ja! -- sie kann nicht sterblich seyn.

Aber wenn sie nun erwachet;

Freundlich diese Wange lachet --

Armes Herz! wie wird dirs gehn!

O wie schlummert sie so schön!