Gegenwärtiges Glück

(Karl) Friedrich Curschmann

Ihr holden Augensterne,

wie möcht' ich doch so gerne

mein stilles Glück euch anvertrau'n.

Mein Tag ist aufgegangen,

so gönnt mir das Verlangen,

in eure Seeligkeit zu schau'n.

Das Meer ist zu ergründen,

die Perlen aufzufinden,

des Edelsteines glühend Licht.

Doch keiner gab uns Kunde,

wie tief aus Herzensgrunde

ein seelenvolles Auge spricht.

Der Harfe Seiten klingen,

wenn sie mit leisen Schwingen

ein Hauch des Himmels angeregt.

So tönen meine Lieder

im Herzen auf und nieder,

von deiner Gegenwart bewegt.