Nachts

(Karl) Friedrich Curschmann

Ich wandre durch die stille Nacht,

Da schleicht der Mond so heimlich sacht

Oft aus der dunklen Wolkenhülle,

Und hin und her im Tal,

Erwacht die Nachtigall

Dann wieder alles grau und stille.

O wunderbarer Nachtgesang,

Von fern im Land der Ströme Gang,

Leis Schauern in den dunklen Bäumen --

Wirr'st die Gedanken mir,

Mein irres Singen hier

Ist wie ein Rufen nur aus Träumen.