Schätzelein es kränket mich

(Karl) Friedrich Curschmann

Schätzelein, es kränket mich,

Deine Eltern leidens nicht,

Daß ich liebe dich;

Aber ich kann nicht mehr

Vergessen dich.

Es mag sein beim Trinken oder Essen

Kann ich deiner nimmermehr vergessen.

Es vergeht ja keine Stund,

Es vergeht kein Augenblick,

Daß ich Seufzer zu dir schick

Aus Herzensgrund.

Wenn alle Wasser wären Wein,

Und alle Berge wären Edelstein,

Und sie wären mein,

So sollte mir mein Schätzlein

Noch viel lieber sein.

Schätzelein nun zum Beschluß,

Dieweil ich von dir scheiden muß,

Von der Herzenslust,

Reich du mir dein Händelein,

Reich ich dir mein Mündelein

Zum Abschiedskuß.