An den Mond

Karl Friedrich Ludwig Hellwig

Du gehst so traurig durch die Wolken,

Und suchst, und findest nicht,

O Mond! und füllest alle Blumen

Mit deiner Thränen Thau.

Gewiß, gewiß, du weinst:

Du bist allein, wie ich!

Ich folge deinem hohen Gange,

Mit stillem Trauerblick,

Und sanfte Töne meiner Laute

Begleiten immer dich.

Ich weine, Mond, mit dir:

Ich bin allein, wie du!