Opferlied
Karl Friedrich Zelter
Die Flamme lodert, milder Schein
Durchglänzt den dunkeln Eichenhain
Und Weihrauchdüfte wallen.
O neig' ein gnädig Ohr zu mir
Und laß des Jünglings Opfer dir,
Du Höchster, wohlgefallen.
Sei stets der Freiheit Wehr und Schild!
Dein Lebensgeist durchatme mild
Luft, Erde, Feu'r und Fluten!
Gib mir als Jüngling und als Greis
Am väterlichen Heerd, o Zeus,
Das Schöne zu dem Guten.