Ich stand in dunkeln Träumen

(Karl Gottfried) Wilhelm Taubert

Ich stand in dunkeln Träumen

Und starrte ihr Bildniß an,

Und das geliebte Antlitz

Heimlich zu leben begann.

Um ihre Lippen zog sich

Ein Lächeln wunderbar,

Und wie von Wehmuthsthränen

Erglänzte ihr Augenpaar.

Auch meine Thränen flossen

Mir von den Wangen herab --

Und ach, ich kann es nicht glauben,

Daß ich Dich verloren hab'!