Sternenlicht

L. Boldemann

Ich kann nicht schlafen. Das Sternenlicht

Macht alle Fenster blau. Die Nacht

Schaut mir so furchtbar ins Gesicht

Und wacht, und wacht.

Die Stunden gehen ohne Sinn

Hinab, hinweg ins andere Land,

An dessen unerforschtem Strand

Ich bald auch bin.

Morgen, morgen, da will mein Herz

Wieder leben und unbedacht

Sich erlaben an Lust und Schmerz

Bis in die Nacht.

Morgen, ach, da leb ich nicht mehr,

Da bin ich drüben am bleichen Strand;

Schlummer winkt mir von ferne her,

Vom anderen Land.