Ich strebe nach Ruhm
L. Gouvy
Ich strebe nach Ruhm, um dich zu kränzen,
Ich dürste nach Glück, um dich zu beglücken,
Ich schmachte nach neuen Jugendlenzen,
Um dich mit ihren Blumen zu schmücken.
Ich möchte einherziehn vor deinen Pfaden,
Um ihre Dornen aufzulesen -
Ich möchte mit allem Leid mich beladen,
Daß du von jedem mögest genesen.
Doch weh dem Geschick! - in Einsamkeiten
Vergeh ich mit meinem Wünschen und Sehnen.
Ich darf für dich nicht tragen und streiten,
Ich habe für mich nur heimische Thränen.
Wie gerne mit dir auf einsamem Kahne
Fortzög' ich hinaus - wie gerne, wie gerne! --
Allein auf leuchtendem Ozeane,
Geleitet nur von dem Liebessterne!