O, zieh mich nicht so mächtig an

L. Gouvy

O, zieh mich nicht so mächtig an,

unwiderstehlich,

sonst bricht der uns verhängte Bann

und meine Kraft allmühlich.

O, sieh mich nicht so lieblich an,

so unermessen,

den Schwur, den ich mir selbst getan,

ich könnt' ihn sonst vergessen.

Zerbrochen ist, zerbrochen sei

zu dir die Brücke;

weh mir, erwacht in mir der Schrei

nach dir und nach dem Glücke.

Ich gehe traurig neben dir

und bin zufrieden;

reichst du die Hand zum Bunde mir,

o Gott! - sind wir geschieden.