An Theodor Storms Grab
L. Greger
Und färben sich St. Jürgens alte Linden,
sinkt auf dein Grab das erste welke Blatt,
dann schwimmt ein herber Duft von Sommerwinden,
dann blüht die Heide vor der grauen Stadt;
dann prangt im Purpurkleid, die du besungen
vor Jahren einst in innig tiefem Sang!
Du aber ruhst in grauen Dämmerungen,
wohin kein Lied mehr dringt, kein Duft, kein Klang.
Auf roter Heide muss ich dein gedenken
und Blüten pflücken für dein stilles Grab;
die werden ihre herben Düfte senden,
ein stummer Gruß, in deine Gruft hinab.