Der junge Ritter
L. Greger
Das war, ich sah der Königin
herrlichste, süßeste Fraue!
Nun ist mir traumhaft selig zu Sinn,
über mein Herze flog es hin
wie Frühlingsglast über die Aue.
Was sangst du Vöglein die ganze Nacht
von süßer Not und Verderben?
Im mondstillen Garten hab' ich gewacht,
ferne Stimmen haben silbern gelacht -
nun ist mir weh' zum Sterben!
O leidvoller Minne sehrende Glut,
was klirrst du, Schwert an der Seite?
Wer ruft als Erster ein jungfrisch Blut,
noch eh' es am wärmsten Herzen geruht,
vor Tau und Tag zum Streite?